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Das Team: ein biologischer Spiegel

Bin ich lieber alleine unterwegs oder mit Freunden – zum Beispiel auf einer Reise? Beides hat Vor- und Nachteile. Alleine ist man unabhängiger und kommt vermutlich schneller voran. Im Team profitiert man vom Know-how der andern, ist aber auch anderen Denk- und Lebensweisen ausgesetzt.

«If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together.»
Wenn ihr schnell gehen möchtet, geht alleine; wenn ihr weit gehen möchtet, geht zusammen.

Afrikanisches Sprichwort

Im Team geht’s meistens langsamer vorwärts. Das merkt man zum Beispiel beim Reisen. Wenn die einen schon bereit sind zum Starten, während die anderen noch die letzten Habseligkeiten zusammensuchen. Unterwegs rennen die einen, andere geniessen. Wiederum andere fallen weit zurück. Die Distanz nimmt zuerst äusserlich, dann auch innerlich zu … Das kann an den Nerven zerren. Herausforderungen, die man nur im Team hat. Doch in besonderen Momenten geht es eben nicht ohne die anderen.

Als 1953 die Erstbesteigung des Mount Everest durch den Nepalesen Tenzing Norgay und den Neuseeländer Edmund Hillary bekannt wurde, standen am Schluss nur diese beiden im Mittelpunkt. Dabei arbeitete im Hintergrund ein Team unter der Leitung des britischen Offiziers John Hunt mit, das alles Nötige organisierte, Material trug, die Basisstationen einrichtete und vieles andere.

Insgesamt sollen 364 Sherpas (!) und 10 erfahrene Alpinisten mit dabei gewesen sein. Zwei Männer aus dieser Gruppe, die von ihrer Art her nicht unterschiedlicher hätten sein können, schafften den Weg an die Spitze. Alleine hätten sie dies nie geschafft!

Wenn Ihr weit gehen möchtet, geht zusammen.

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© Anstubser.ch - wöchentlicher Gedankeninput, Autor: Andreas Räber, zert. GPI®-Coach